Ganze 7 Jahre ist es wohl her, seitdem H2O das letzte Mal im Rahmen der Deconstruction Tour in Berlin gespielt haben, von der letzten Clubshow gar nicht erst zu sprechen. In einer Stadt die für ihre Hardcore-Szene bekannt ist, ist das doch eine verdammt lange Zeit! Da ich nicht rechtzeitig aus dem Büro kam, bekam ich von CASEY JONES nur noch die Schlussworte mit, wobei es für mich persönlich jetzt auch nicht weiter schlimm war.
Nach gut 15 Minuten Umbaupause waren gegen 21.45 dann auch schon H2O dran und ab dem ersten Song war klar, dass eine Menge Leute dem Auftritt entgegen gefiebert haben. Der Raum war gut gefüllt, der Moshpit mehr als ansehnlich und die Band machte vom ersten Song an gut Druck, auch wenn der Sound zu beginn etwas bescheiden war, da vor allem der Bass einfach dermaßen laut war, dass er durch den ganzen Körper ging. Man merkte auch das die Band sich schnell von der Stimmung anstecken lies, während ihres Sets entschuldigten sie sich gleich mehrmals das sie so lange nicht mehr in Berlin waren und spätestens als „Everready“ als dritter Song ertönte gab es sowieso kein halten mehr. Die Setliste war richtig gut gemischt und es gab die Highlights von jeder Platte, ob nun alte Kracher wie „5 Year Plan“ und „Thicker than Water“ oder Nothing To Prove“ von der neuen Platte. Der einzige wirkliche Wermutstropfen war, dass nach gerade mal einer halben Stunde mit „What Happend?“ schon der letzte Song ertönte. Nach der eher etwas schwachen Show die ich in LA von ihnen gesehen hatte, präsentierten sich H2O an dem Abend wirklich in absoluter Hochform und nicht nur ich fühlte mich wohl wieder wie vor 10 Jahren. Das die Leute noch Minutenlang danach Zugaben forderten und auch noch H2O Sprechchöre ertönten als die Band einpackte, spricht wohl eine deutliche Sprache.
Danach folgten noch EVERGREEN TERRACE, wobei ich mir nicht viel von ihnen anschaute, denn nach H2O war bei mir die die Luft raus und da war ich wohl auch nicht der ein zigste, denn es war deutlich leerer im Raum und bei den zwei Songs die ich sah, war auch im Publikum lang nicht soviel Action, auch wenn sie jetzt keine schlechte Show boten. Aber nach nur knapp 30 Minuten war dann auch schon bei ihnen wieder Schluss und erst nach einer ganzen Weile, ließen sie sich beknien nochmal für 1-2 Zugaben zurück zu kommen. Selbst bei einer Hardcoreband darf man dann als Headliner wohl doch eine etwas längere Show erwarten, zumal der Abendkassen-Preis mit 19€ (?) auch nicht wirklich günstig war. Wenn sie schon keine Lust haben länger zu spielen, dann hätten sie auch vor H2O spielen können, die hätten dann wenigstens auch ein längeres Set gehabt und das sowieso mehr Leute wegen ihnen da waren, war mehr als nur offensichtlich.
Kai Wydra