Gut einem Monat nach dem „Roadrunner Race 61 Festival“ in Finowfurt gab es an diesem Abend die Aftershowparty zu dem Festival und neben den LONESOME KILLERS spielte auch niemand geringeres als die TURBO AC's an diesem Abend. Gerade im Sommer glänzt der Club nicht zuletzt durch den schönen Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, Bar und Grill und es gibt nicht so viele Clubs in Berlin, wo man so entspannt die frische Luft genießen kann. So bekamen wir auch nicht wirklich was von der Vorband mit und gaben uns erst pünktlich zu den New Yorkern in den Club.
So schön das Roadrunners Paradise innen drin auch ist, es zeigte sich schnell an diesem Abend wieder das der Club ein Problem hat und zwar das durch die hohen Decken, die etwas hohe Bühne und die helle Ausleuchtung und offene Architektur des Raumes bei Konzerten einfach nur schwer wirkliche euphorische Stimmung bei Konzerten aufkommt. Die TURBO AC's waren an diesem Abend richtig gut drauf und boten musikalisch eine gute Show, die von den meisten Leuten auch dankbar angenommen wurde. Was aber im Publikum eben abging, war es nicht wirklich ein Vergleich mit früheren Gastspielen im Wild at Heart oder dem Kato, wo man manchmal auch hätte denken können das man bei einer Hardcoreshow ist, da mitsingen, Fingerpointen und ein kleiner Pit an der Tagesordnung waren.
So schwitzte das Publikum eher wegen den sommerlichen Temperaturen, während die Band eine nette Mischung aus den letzten Platte präsentierte, wobei sie sich etwas mit den Surf-Stücken zurück hielten. Eine gute Stunde inklusive zwei Zugaben gaben sie eine richtig schöne Show, aber während früher die Berlin Besuche der New Yorker etwas besonderes waren, hätte diese Show wohl überall in Deutschland sein können. Ob's nun am Laden lag oder doch daran das ihr Fans eben langsam etwas zur Ruhe kommen ist im Endeffekt schwer zu sagen.
Kai Wydra