"Good Mourning", wieder so ein Wortspiel, welches schon den düsteren Charakter des Trios offenbart. Die Erwartungen nach dem genialen "From here to Infirmary" waren ja durchaus hoch gesteckt und somit stieg die Spannung vor dem neuen Release. Doch das ist keine Enttäuschung. Teilweise wandeln die Emo-Götter auf popigeren Wegen, überzeugen aber auch mit diesen Songs. Der neue Drummer Derek hatte wohl schon einigen Einfluss auf den Stil.
Das Album startet mit dem Opener "This Could Be Love", der Lust auf mehr macht um dann in die nächste Runde mit der Single "We've Had Enough" zu gehen. Songs wie "One Hundred Stories" oder "Blue Carolina" können nicht anders, als einen zu fesseln. Eigentlich ist doch alles wie immer: großartige Melodien mit trübsinnigen Texten, vorgetragen von Matt Skibas unverkennbarer Stimme oder auch mal von Dan, der nicht weniger gut singt. Nicht jeder Song dieses Albums ist ein Hit, aber dass muss ja auch nicht so sein. Dafür gibt es dann aber noch ein wirklich schönes Digipack mit einem schicken Booklet - das Auge hört ja mit. "Good Mourning" kommt nicht ganz an den Vorgänger ran, ist aber trotzdem gut und wer's nicht hat ist selber schuld! Die Scheibe wird über den Sommer in vielen Playern rotieren, so viel ist sicher. Einfach eine klasse Scheibe, vom Trio wie es war, ist und hoffentlich auch bleiben wird...
Übrigens: Auf der mir vorliegenden UK-Version sind dann auch noch mal zwei Tracks mehr drauf, die sich auch hören lassen können...
Julius Stiebert 7/10