Mit “make all the krids cry” präsentieren die vier Leipziger ihre Debüt MCD, die komplett in Eigenregie entstanden ist. Sechs Songs und keiner davon ist wirklich leichte Kost. Allein schon der Opener ist heftig, der einzige Song, der in deutsch gesungen ist und einem sehr guten Freund gewidmet ist, der während der Aufnahmen an Krebs verstarb. Trotz der Härte und des Speeds, die die vier vorlegen, ein Song, der unter die Haut geht.
Die anderen Songs haben dann leider nicht mehr so die Wirkung., was daran liegen mag, dass bei den Songs das vertrackte zu sehr im Vordergrund steht. Zu krass sind die einzelnen Tempowechsel, zuviel Chaos befindet sich in den einzelnen Liedern. Wieder eine Band, die das Prädikat „Extrem“ verdient. Nur leider gewinnen sie damit keinen Blumentopf. Andere Chaos Bands lassen sich da mehr einfallen, um zu überzeugen. Nur mit Schreien und Knüppeln in den Songs und dem gelegentlichen Erzeugen von Disharmonie funktioniert das leider nicht. Der Begriff Oldschool Chaos trifft es vielleicht am ehesten.
Mathias Minkus 3/10