Krise hin, Plattenfirmensterben her: Es gibt sie immer noch, die kleinen Erfolgsgeschichten. Suicide Silence etwa setzten – vor allem in den USA – von ihrem Debütalbum beeindruckende Zahlen ab; und dass, obwohl ihr fieser, düsterer Deathcore alles andere als massenkompatibel ist. Es folgten Touren im Vorprogramm diverser namhafter Kapellen – Support für Slayer ist ja nun auch nicht gerade das schlechteste. Und jetzt steht Platte Zwei in den Startlöchern und wird den Siegeszug wohl noch ausbauen.
Nicht, dass Suicide Silence sonderlich viel an ihrer stilistischen Ausrichtung geändert haben; knüppeln, schreien, niedermetzeln sind weiterhin die Verben der Stunde. Im Gegensatz zum Debüt wurde allerdings deutlich am Songwriting gearbeitet; wo sich damals doch schnell eine gewisse Monotonie einstellte, ist diesmal deutlich mehr Variation auszumachen. Natürlich nur in einem gewissen Rahmen: Angesichts fehlender Melodien, vieler wuchtiger Breaks, ununterbrochener Death Metal-Brutalität und immer präsenter Hardcore-Roots sind dem Ganzen natürliche Grenzen gesetzt. Ist aber halb so schlimm: Gewalt und Hass in schöner und schneller Form präsentieren Suicide Silence anno 2009 noch ein ganzes Stück überzeugender als noch vor einem Jahr.
Tito Wiesner 7/10