Schon wenn der erste Song "End Of Man" losgaloppiert, erinnert der Sound der Norweger an ihre Landsleute von JR Ewing. Im Unterschied zu deren frühen Werken wie der "Calling In Dead" geht es bei Dominic dann aber nicht ganz so ungestüm zu. Zwischen beiden Alben und Bands liegen schließlich auch ein paar Jahre, in denen auch der norwegische Screamo nicht stehengeblieben ist. So gibt es statt einer kurzen und heftigen Abrechnung schon mit dem Opener einen über vier Minuten langen Song, der auch mal ruhiger wird. Postcore nennt man das dann wohl. Und der Sänger keift auch nicht ununterbrochen, sondern singt teilweise fast schon.
Die Kernelemente bleiben gleich: Es ist das typische Riffing, es sind die bekannten Rhythmen, wie man sie eben von anderen norwegischen Bands wie den erwähnten JR Ewing oder auch Kaospilot kennt. Dominic bauen immer wieder Harmonien auf, die sie anschließend zerstören; erzeugen Postcore-typische Atmosphäre, um anschließend wieder auf wütenden Screamo umzuschalten. Mich erinnert Dominics Sound einerseits sehr angenehm an die Tage, in denen ich die "Calling In Dead" abgefeiert habe. Und dennoch gibt es genügend frische Elemente, die mich nicht glauben lassen, ich hätte all das schon gehört. Bekanntes mit Neuem zu mischen und ein spannendes Album daraus zu kreieren ist nicht immer einfach - Dominic haben es geschafft!
Julius Stiebert 7,5/10