Eigentlich hätten es A Day To Remember ja gar nicht mehr nötig, noch poppiger zu werden. Schließlich füllen sie mittlerweile auch bei uns größere Hallen und gelten gemeinhin als Paradebeispiel dafür, wie perfekt sich Härte und eingängige Melodien miteinander verknüfen lassen. Trotzdem geht "What Separates Me From You" den Weg der letzten Jahre noch mal ein gutes Stück weiter - das Gebrüll wird immer mehr an die Seite gedrängt, die mitsingbaren Refrains noch zusätzlich gestärkt.
Klar, der Opener „Sticks & Bones“ bollert zunäöchst recht heftig los, das grandiose „2nd Sucks“ ist eine satt wummernde Abrissbirne. Aber die Stücke sind Ausnahmen - es dominieren hymnische Ohrwürmer wie etwa das mitreißende "All I Want", das relaxte, Pop-punkige "It's Complicated" oder die hymnischen "Better Off This Day" und "All Signs Point To Lauderdale".
Wer unbedingt meckern will, kann der Band diesen immer weiter fortschreitenden Pop-Drang also durchaus vorwerfen. Andererseits dürften viele die Band gerade auf Grund ihres Händchens für tolle Hits lieben. Und auch wenn es ab und zu ruhig noch ein bisschen mehr Gemoshe, Geknüppel und Geschrei sein dürfte und "What Separates Me From You" sicherlich nicht das beste Album von A Day To Remember ist - bei so vielen Ohrwürmern fällt es schwer, nicht begeistert zu sein.
Tito Wiesner 8/10