Prollig-dickes Old School-Intro vorab, dann gleich die Screamo-Vollbedienung im Titeltrack: Heiseres The Bled-Gewüte trifft auf frühe Underoath-Melodien. Typischer Emo-Screamo-Core also mal wieder, diesmal von einer Band aus Nürnberg?
Irgendwie schon, und dann auch wieder nicht: A Saving Whisper mixen munter bekannte Elemente zusammen, gehen dabei aber ebenso gekonnt wie abwechslungsreich vor, überzeugen durch atmosphärische zwischenpassagen, chaotische Wutausbrüche, ein bisschen Elektronik und überhaupt ein Songwriting, bei dem man eben nicht schon zu Beginn des Songs weiß, wie die nächsten drei Minuten verlaufen werden. Da ist es fast schon schade, dass nach gerade mal 18 Minuten schon wieder Schluss ist mit dieser EP. Für die Einsicht, dass hier eine verdammt vielversprechende junge Band am Werke ist, reichen diese 5 Songs plus Intro aber allemal.
Tito Wiesner