Jamey Jasta - Jasta (Century Media)
Stil: Metal/Hardcore/Rock

Medium: CD
 

"Ich wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren", kommentierte Hatebreed-Frontmann Jamey Jasta sein neues, schlicht "Jasta" betiteltes Projekt. Eine Aussage, die einen gewissen Unterhaltungswert besitzt, wenn man die ersten Töne der Platte vernimmt - der Opener "Walk That Path Alone" würde mit seinem wuchtigen Metal-Hardcore-Mix nämlich problemlos auf jedes Hatebreed-Album passen und ist stilistisch genau das, was man von Jamey Jasta erwartet. Und das bleibt nicht der einzige bekannte Moment - die gelungene Hymne "Anthem Of The Freedom Fighter" etwa versprüht genau den Spirit, der Songs wie "Live For This" in der Vergangenheit ausgezeichnet hat.

Dazwischen gibt es dann aber doch genügend Abwechslung - und auch die eine oder andere Überraschung. Nicht umsonst haben Leute wie Tim Lambesis (As I Lay Dying), Profi-Skater Mike Vallely (Revolution Mother), Philip Labonte (All That Remains), Randy Blythe und Mark Morton (Lamb Of God) und noch der eine oder andere mehr hier mitgewirkt - es gibt zahlreiche Ausflüge in Richtung modernen Metal, viel Melodie, viel Gesang. Ein Song wie "Set You Adrift" etwa beginnt zwar mit typischem Gebrüll, steigert sich dann aber in eine eingängige Metal-Rock-Hymne. An Stone Sour muss man da immer wieder denken, aber auch an diverse andere Bands, die diesen Spagat aus Metal-Grundlage und massentauglichen Harmonien erfolgreich hinbekommen.

Allerdings wollte Jasta offensichtlich sicherstellen, dass trotz sehr poppiger Einlagen wie "Something You Should Know" kein Hatebreed-Jünger zu verstört angesichts der Mainstream-Annäherung zurück bleibt - am Ende der zwölf Songs stehen mit dem Old School-Brecher "Heart Of A Warrior" und dem schnellen "Death Bestowed" zwei beeindruckende und jeglicher Anbiederung unverdächtige Wuchtbrummen - nicht die einzigen Gründe, warum "Jasta" ein sehr rundes, überzeugendes und über weite Strecken wirklich gutes Album geworden ist.

Tito Wiesner 7/10



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07/2011



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