A Saving Whisper


Typischer Emo-Screamo-Core also mal wieder, diesmal von einer Band aus Nürnberg? Nicht wirklich: A Saving Whisper mixen munter bekannte Elemente zusammen, gehen dabei aber ebenso gekonnt wie abwechslungsreich vor, überzeugen durch atmosphärische zwischenpassagen, chaotische Wutausbrüche, ein bisschen Elektronik und überhaupt ein Songwriting, bei dem man eben nicht schon zu Beginn des Songs weiß, wie die nächsten drei Minuten verlaufen werden. Zeit, die Jungs mal persönlich zu sprechen!

Hi Jungs - fasst doch zu Beginn mal die wichtigsten Fakten über A Saving Whisper in drei Sätzen zusammen!

Hannes: Wir sind eine 5-köpfige Band aus Weißenburg i. Bayern, bei der die Freundschaft an erster Stelle steht. Wir haben bisher etwa 50 Shows zusammen gespielt, was uns noch mehr zusammengeschweißt hat und wodurch wir uns noch besser kennen gelernt haben. Wir möchten mit unserer Musik nicht einfach nur Anlass zum tanzen bieten, sondern auch zum nachdenken und zum Augen öffnen.

Ist Nürnberg eine gute Stadt für eine junge Band?

Hannes: Nürnberg ist klasse, wir selbst kommen ja eigentlich aus Weißenburg, was 60 km weiter südlich liegt, aber Nürnberg ist einfach die Hometown unseres Herzens, da wir dort einfach super angenommen wurden und es dort echt geile Bands gibt (Structures Of Mayhem, Avertine, A Days Depression, ect..). Wir haben letztens mal unsere Shows gezählt und festgestellt, dass wir etwa jede 3. Show in Nürnberg gespielt haben, welche auch immer gut besucht waren, und auf denen wir einfach viele Kontakte geknüpft haben zu anderen Bands aus der ganzen Region, mit denen wir uns auch super verstehn.

Eure neue EP ist gerade erschienen - wie zufrieden seid Ihr mit den Reaktionen?

Hannes: Unsere Releaseshow haben wir in der Luise in Nürnberg gefeiert und es war ein klasse Abend. 300 Leute, von denen jeder 10. unsere CD gekauft hat. Die Leute standen einfach bis zum bitteren Ende dicht gedrängt bis in die erste Reihe und es war einer geilsten Abende überhaupt. Und die Rezensionen sind bis jetzt auch auch überwiegend postiv, bis auf ein paar die das ganze als dummes oberflächliches Gekloppe aus einem ausgelutschtem Genre bezeichen. Sowas schockt einem im ersten Moment zwar ein bisschen, aber das alles ändert nichts an der Tatsache, dass wir als Band unser Ding machen. Es ist einfach Richtig wie es ist und wir lieben es.

Eure Musik wird mit The Bled, Underoath, A Skylit Drive und einigen anderen Screamo- und Hardcore-Bands verglichen. Findet Ihr die Vergleiche passend?

Hannes: Man kann sagen, dass diese Bands schon immer Einflüsse von uns waren und das man das auch an unseren Songs hört kann gut sein. Nur wenn man selbst Musik macht, dann hat man zu seinen eigenen Werken nie wirklich die Distanz um sagen zu können das klingt so oder so. Deshalb kann ich nur sagen, dass ich oft höre, dass meine Vocals mit denen von James Muñoz von The Bled verglichen werden, was mich dann natürlich auch ehrt. Und das diverse Parts auch mit denen anderer Bands dieses Genres verglichen werden kommt auch mal vor, aber als Band hat uns selten jemand mit einer Anderen verglichen, und ich denke, dass wir nicht klingen wie jede andere Band in diesem Genre.

Wieso eigentlich wieder eine EP und kein Album?

Hannes: Wir haben beschlossen, dass das erst Mal die letzte EP sein wird. Wie man hört sind die Tracks auch ziemlich vielseitig bzw unterschiedlich, da sie wirklich über einen langen Zeitraum von etwas über einem Jahr entstanden sind. Und in der Zeit haben wir uns auch etwas verändert, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Wir sind einfach ein bisschen erwachsener geworden kann man sagen. Und das soll man auch mit dem Debüt-Album merken wenn es rauskommt, dass wir nicht die „Kiddies“ sind die bunte Shirts tragen und sich den Scheitel glätten. Das haben wir wohl doch schon ne ganze Weile hinter uns ;)

Was hat es mit dem Label "Modern Chemistry Music" auf sich? Habt Ihr viel Zeit mit der Labelsuche verbracht?

Hannes: Wir haben uns eigentlich gar nicht richtig mit Labelsuche beschäftigt, da es in Süddeutschland mit Post-Hardcore sowieso eher mau aussieht. Und da mich das Ganze eh schon länger interessiert hat mit Musik und allem drum rum hab ich nach meiner Masseur-Ausbildung kräftig gespart um mir ein paar Kurse an der Deutschen Pop leisten zu können um mir ein paar Grundkenntnisse anzueignen was das Musik-Business angeht. Jetz bin ich eben grad dabei ein paar vielversprechende Bands zu finden um die Post-Hardcore-Szene in Deutschland und vorallem im Süden ein bisschen zu beleben in dem ich diese Bands promote und vertreibe. Die Homepage dürfte auch bald online kommen: www.modernchemistrymusic.com

Ist der Song "Golden Times For Desperate Lovers" eigentlich ironisch zu verstehen? Oder wurde da wirklich jemandem das Herz gebrochen?

Hannes: Der Song ist der Titeltrack der gleichnamigen EP, welche im Großen und Ganzen das Ende dieser Zeit darstellen soll, in der meine Hauptprobleme auf Beziehungen zurückzuführen sind und in der ich teils mehr und teils weniger Golden Times erlebt habe. So gesehn ist er auf jeden Fall ironisch zu verstehen, während „We Are The Imperfection“ dann das hoffnungsvolle Ende auf der Scheibe ist, mit dem ich klar stelle möchte, dass es weiter geht, und ich mehr nach vorn blicke als zurück.

Wenn Ihr frei wählen könntet, mit wem würdet ihr dann gerne mal auf Tour gehen?

Underoath!

Was steht in nächster Zeit an?

Hannes: In nächster Zeit wollen wir so viele Shows wie möglich spielen um einfach mehr Liveerfahrung zu sammeln. Wir booken derzeit auch unsere 1. Tour vom 1. - 10. April 2011 mit den Schweden This Horizon.Geplant ist auch ein Musikvideo zu einer neuen Single, und am Songs schreiben fürs erste Album sind wir auch schon.

Was sind Eure aktuellen Libelingsplatten?

Hannes: Kidcrash - Snacks EP, La Dispute - Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair, Fear Before - Fear Before, Foals - Antidotes
Michi: Underoath - Disambiguation, Circa Survive- Blue Sky Noise, Architects - The Here And Now
Pascal: Decoder - Decoder, Circa Survive - Blue Sky Noise, Norma Jean - Meridional
Paul: lower than atlantis - Far Q, Norma Jean - vs. the anti mother
Jan: The Devil Wears Prada - Zombie EP, Parkway Drive - Deep Blue

Noch etwas, das Ihr loswerden wollt?

Wir freun uns auf die Tour und freun uns über jeden der Interesse an der Musik zeigt. Checkt unsere Dates auf www.asavingwhisper.com , schaut
vorbei und lasst uns ne gute Zeit zusammen haben.

Tito Wiesner



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Reviews:


Golden Times For Desperate Lovers
14.02.2011



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