Das verflixte dritte Album - auch Suicide Silence haben sich lange mit diesem Thema beschäftigt, die Aufgabe am Ende mit "The Black Crown" dann aber doch bravourös gemeistert. Wir stellten Mark Heylmun, Gitarrist von Suicide Silence, eine Handvoll Kurz-Fragen.
Es sagen ja viele, dass das Aufnehmen der dritten Platte deutlich schwieriger ist als das der ersten beiden. Stimmst Du zu?

Absolut. Wir haben uns vorher sogar die Frage gestellt: "Wie haben wir überhaupt die ersten beiden Alben geschafft?". Und das dritte Album ist eine komplizierte Sache. Dabei geht es gar nicht so sehr um das Schreiben an sich, sondern mehr um die Richtung, die man einschlägt - und darum den Spagat zu schaffen, sich einerseits treu zu bleiben und trotzdem was neues zu machen.
Eure neue Platte überrascht aber auch - mehr Breaks, Groove und Melodie, dafür etwas weniger Tempo. Eine bewusste Entscheidung, um sich nicht zu wiederholen?
Absolut. Und trotzdem glaube ich aber, dass "The Black Crown" unser heftigstes Album geworden ist. Es ist insgesamt dynamischer, und dank der Breaks erwischen einen die harten Passagen dann auch viel massiver.
Ich hab übrigens gelesen, dass Ihr das neue Album zunächst "Fuck Everything" nennen wolltet....
Ja, das stimmt. Das sind nämlich auch die besten Worte, um unsere Band zu charakterisieren! Wir wollen eben nicht predigen, sondern den Leuten einfach zu verstehen geben, dass sie sich um nichts mehr kümmern sollen, wenn sie unsere Musik hören. Sie sollen einfach ausrasten, vor allem bei unseren Shows - man lebt nur einmal, also Fuck Everything!
Der Vorgänger "No Time To Bleed" stieg ja hoch in die Billboard-Charts ein und verkaufte sich für so ein extremes Album wahnsinnig gut. Denkt Ihr, das neue Album wird ähnlich erfolgreich - oder versucht Ihr, Euch nicht mit so etwas zu beschäftigen?
Schwierig. Einerseits beschäftigen wir uns natürlich damit. Denn wir wollen touren, und wenn die Platte sich gut verkauft ist es einfacher, Konzerte zu spielen, Termine zu bekommen und so weiter. Auf der anderen Seite sind Verkaufszahlen auch nur eingeschränkt aussagefähig, also versuchen wir dem auch nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Wir werden sehen...
Ok, dann noch ein paar Kurz-Fragen: Was ist für dich das extremste Metal-Album aller Zeiten?
Lady GaGas Fame Monster.
Ah ja. Und die beste Live-Band, die Du kennst?
Metallica.
Die beste Support-Band, die Ihr je dabei hattet?
After The Burial.
Die schlimmste Show, die Ihr je gespielt habt?
Die in Miami, wo es zu einer Prügelei kam.
Danke Dir. Noch ein paar Worte zur nahen Zukunft?
Wir werden wieder einmal um die Welt touren. Und versuchen, jeden einzelnen Tag dabei zu genießen.
Tito Wiesner